2020

ABGESAGT!!!

w/ Polikarpa y sus Viciosas (Punk – Bogota)

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ABGESAGT!!!

w/ Vladimir Harkonnen (Punk – Kiel)

+ Elurra (Red And Anarchist Black Metal – Duisburg)

 

 

VERSCHOBEN IN DEN AUGUST!!!

Ausstellung "Wohnungslose im Nationalsozialismus"

Donnerstags 16:00 – 21:00 Uhr  mit Vortrag um 18:00 Uhr
Freitag und Samstag 16:00 – 20:00 Uhr
Sonntag 11:00 – 16:00 Uhr

 

Kein Mensch ist asozial. Verfolgung von als „asozial" bezeichneten Menschen im Nationalsozialismus.

 

Mehr InfosSozialschmarotzer. Arbeitsscheu. Moralisch schwachsinnig. Gemeinschaftsschädlich. Im Nationalsozialismus gab es viele verschiedene Begriffe – oft vage und ungenau - mit denen Menschen kategorisiert und abgewertet wurden. Letztlich liefen all diese Begriffe auf das Urteil hinaus: „Asozial". Die unterschiedlichsten Menschen wurden im Nationalsozialismus als "asozial" bezeichnet und verfolgt: Wohnungslose, arme Menschen, Alkoholiker*innen, Arbeitslose, lesbische Frauen, Bettler*innen, Drogenkonsument*innen, Sexarbeiter*innen, Frauen, die abgetrieben haben, Sinti und Roma, Empfänger*innen von Fürsorge-Leistungen und weitere Menschen, die auch in der Weimarer Republik schon an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden waren. Die Verfolgung dieser Menschen erfolgte auf verschiedenen Ebenen: Sie wurden in Arbeitshäuser, Arbeitslager und Anstalten eingewiesen, konnten entmündigt und zwangssterilisiert werden und ab Dezember 1937 auch in Konzentrationslager eingewiesen werden. Über die Menschen, die als „asozial" verfolgt wurden, liegen nur wenige Informationen und vor allem kaum Selbstzeugnisse vor. Ein Grund dafür liegt in der anhaltenden Ausgrenzung nach 1945. Erst in diesem Jahr hat der Bundestag darüber entschieden, diese Opfergruppe offiziell anzuerkennen und sich endlich dazu bekannt, dass deren Verfolgung Unrecht war. Wer waren die Menschen, die von Behörden das Etikett „asozial" erhielten? Und wie können wir respektvoll über sie sprechen? Wer oder was entschied darüber, dass Menschen im Nationalsozialismus als „Asoziale" galten und als solche verfolgt wurden? Welche Institutionen waren an der Verfolgung beteiligt, wer waren die Täter*innen? Welche besondere Situation ergab sich für Menschen, die für „asozial" erklärt wurden, in den Konzentrationslagern? Und nach 1945? Der Vortrag gibt einen Überblick über die Verfolgungsgeschichte der sogenannten „Asozialen" im Nationalsozialismus. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Hamburg. Einzelne Biographien werden vorgestellt, um an die betroffenen Menschen zu erinnern. Zudem wird ein Blick auf die Zeit nach 1945 geworfen und anhaltende Ausgrenzung thematisiert. Ein Vortrag des AK Kritische Asozialität.